Aschesauger – einfache und sichere Säuberung von Kamin und Ofen

Mit dem Aschesauger löst sich der Schmutz in Luft auf

Egal ob man nun an einem kalten Winterabend gemütlich vor dem Kamin sitzt, oder im Sommer ein leckeres Steak auf den Grill wirft und ihm beim brutzeln zuschaut. Irgendwann geht jeder Spass leider zu Ende und was bleibt, ist ein Haufen Asche. Doch, das muss nicht sein. Mit Hilfe eines speziellen Aschesaugers, wird auch das Aufräumen zum Vergnügen und ist im Handumdrehen erledigt. Auf der Suche nach dem passenden Gerät, soll dieser Text als Ratgeber dienen.

Aschesauger - Reinigung eines Kamins

Reicht kein normaler Staubsauger?

Zunächst einmal stellt sich die Frage, was einen Aschesauger von einem handelsüblichen Staubsauger überhaupt unterscheidet. Vom Prinzip her funktionieren beide Geräte nämlich in ähnlicher Weise. Im Aschesauger befindet sich jedoch kein herkömmlicher Staubsaugerbeutel, sondern ein spezieller Metallbehälter. Dieser ist im Gegensatz zu einem Haushaltsstaubsauger extrem hitzebeständig, ebenso wie sein Schlauch und das Saugrohr. Diese Eigenschaften ermöglichen sogar die Aufnahme von bis zu 40° C warmer Asche. Meist verfügen Saugrohr und Schlauch eines Aschesaugers auch über einen größeren Durchmesser als normale Staubsauger, um das Aufsaugen von größeren Resten zu gewährleisten.

Hinweis: Das Aufsaugen glühender Kohle ist auch mit einem Aschesauger strengstens zu vermeiden!

In der Regel verfügen Aschesauger auch über einen größeren Auffangbehälter als Haushaltsstaubsauger und können, je nach Gerät, bis zu 20 l Asche aufnehmen. Im Gewicht gibt es zumeist keine großen Unterschiede, jedoch tanzen einige Geräte mit bis zu 7 kg aus der Reihe. Hier gilt es vor dem Kauf zu beachten, dass die schweren Modellen nur selten über entsprechende Rollen für den Transport verfügen.

Motor – Mit oder ohne?

Im Segment der Aschesauger wird zwischen zwei Gerätetypen unterschieden. Zum einen gibt es da die Aschesauger mit eingebautem Motor. Diese saugen je nach Gerät mit einer Leistung von 500 W bis 1200 W und sind so in der Lage, entsprechend ihrer Leistungsstärke, zwischen 30 l (bei 500 W) und 70 l Luft (bei 800-1200 W) pro Minute einzusaugen.

Zum anderen gibt es Aschesauger, in denen kein eigener Motor verbaut ist. Diese bestehen lediglich aus einem Metallbehälter mit eingebautem Filter sowie Schlauch und Saugrohr. Für den Betrieb ist ein herkömmlicher Staubsauger zwingend erforderlich, der als eine Art externer Motor fungiert. Das Saugrohr des Haushaltsstaubsaugers wird dazu in die dafür vorgesehene Öffnung des Aschesaugers gesteckt. Nun saugt man, nach demselben Prinzip wie bei einem motorisierten Gerät, mit dem Rohr des Aschesaugers die Asche durch den Filter und in den Metallbehälter hinein. Diese Form der Aschesauger kann eher als eine Art Filteraufsatz für den Hausstaubsauger verstanden werden und stellt eine günstige Alternative zu Aschesaugern mit Motor dar.

Unter den Motorbetriebenen Geräten wird desweiteren zwischen zwei Varianten unterschieden. Einerseits kann man die normalen Aschesauger erwerben, andererseits gibt es sogenannte selbstreinigende Aschesauger. Hierbei erzeugt eine etwas stärkere Turbine während des Saugvorgangs Vibrationen im Filter, sodass Partikelreste von alleine vom Filter abfallen. Dies hat zur Folge, dass der Filter seltener von Hand gereinigt werden muss und die Lebensdauer der einzelnen Filter verlängert wird.

Markenware zu günstigen Preisen

Den Einstieg schafft man im Bereich der motorisierten Aschesauger schon mit weniger als 40 Euro. Je nach Hersteller und Qualität können die Preise jedoch bis 100 Euro steigen, teilweise sogar darüber hinaus.

Doch teuer muss nicht gleich besser sein. Topmodelle erhält man online für ca. 70 Euro und muss dafür nicht mal auf Markenware verzichten. Auch selbstreinigende Aschesauger erhält man bereits für etwa 70 Euro.

Wem das alles dennoch zu teuer ist, der kann auf einen nicht-motorisierten Aschesauger zurückgreifen. Für knapp über 20 Euro wird man hier fündig, vorausgesetzt man besitzt bereits einen normalen Staubsauger. Andererseits müssen auch hier noch einmal einige Euros investiert werden und man landet preislich im Endeffekt bei der motorisierten Variante. Ein Aschesauger ohne Motor lohnt sich folglich nur, wenn man bereits einen Hausstaubsauger besitzt oder der Kauf eines solchen ohnehin auf der Agenda steht.

Gesünder leben dank Aschesauger

Was spricht nun also für den Kauf eines Aschesaugers? Zum einen kann man für vergleichsweise wenig Geld mit einem Aschesauger seinen Grill, Kamin oder Kachelofen professionell reinigen und hat dabei zusätzlich einen geringeren Aufwand. Zum anderen wird man aufgrund der hitzebeständigen Materialien die Asche schneller los, da diese vor dem Saugen nicht vollständig abkühlen muss.

Diesen Vorteil sollte man jedoch nicht nur aus der zeitlichen Perspektive betrachten. Je schneller man die Asche entsorgt, desto früher verschwinden auch die Giftstoffe, die aus der verbrannten Kohle austreten. Auch wird durch ein Aufsaugen verhindert, dass Rauchpartikel, wie bei einer Reinigung per Hand, unnötig in die Luft gewirbelt werden.

Ein Aschesauger empfiehlt sich also nicht nur aus Gründen der Bequemlichkeit, sondern auch und vor allem aus gesundheitlichen Aspekten.

Ist günstig wirklich günstiger?

Auch wenn einige Argumente generell für den Kauf eines Aschesaugers sprechen, sollte man auf keinen Fall einfach blind zugreifen. Wer sich im Voraus gut informiert, spart bares Geld. Die erste wichtige Entscheidung betrifft bereits die Größe des Auffangbehälters. Denn für die Reinigung eines kleinen Kohlegrills genügt schon ein geringes Auffangvolumen von 6 Litern. Größere Aschesauger mit einem Metallbehälter ab 10 l aufwärts eignen sich eher für Kamin- und Kachelöfen. Da im Optimalfall nach jedem Saugvorgang geleert wird, sollte man hier aber nicht übertreiben. Auch für die Leistung des Geräts gilt Ähnliches. Für einen Grill genügen kleinere Gerät, während tiefere Kachelöfen mehr Saugkraft benötigen.

Erwägt man aus finanziellen Gründen den Kauf eines nicht-motorisierten Aschesaugers, sollte man unbedingt eventuelle Folgekosten bedenken. Selbstreinigende Aschesauger sind in der Anschaffung zwar teurer, jedoch erweisen sich die einzelnen Filter als langlebiger und müssen daher seltener getauscht werden. Bei der Kostenfrage spielt also die geplante Nutzungsdauer eine wichtige Rolle.

Die Reinigung

Egal ob es letztlich ein selbstreinigender Aschesauger wird oder nicht, eine gelegentliche Reinigung des Filters ist unvermeidlich. Spätestens, wenn sich eine nachlassende Saugkraft bemerkbar macht, steht eine Säuberung an.

Unabhängig vom Typ, geschieht dies auf ähnliche Weise. Zunächst entfernt man den Filterbeutel vom Feinfilter und wäscht diesen mit der Hand aus. Der Feinfilter verbleibt am Deckel und kann ganz einfach mit einem Pinsel abgestaubt oder mit Wasser ausgespült werden. Sobald alles getrocknet ist, hängt man den Filterbeutel wieder ein und die Saugkraft ist wiederhergestellt.